Angeln steigert die Lebenqualität von körperlich behinderten Menschen
Zu dem Ergebnis kam kürzlich eine von Wissenschaftlern der Humboldt-Universität in Berlin durchgeführten Studie. Laut dieser Studie trägt das Angelhobby bei, die Persönlichkeitsentwickung, Identitätsschärfung und soziale Integration von körperlich schwerbehinderten Menschen zu steigern.
Im gleichen Zug sieht sich diese Gruppe von Anglern bei der Ausübung ihres Hobbys stark eingeschränkt Darum schlagen die Forscher Maßnahmen vor, die es ermöglichen Menschen mit köroperlicher Behinderung leichter ans Gewässer zu gelangen.
Die neuen Studien, publiziert im Fachjournal Leisure Sciences, beschreiben die tiefe Bedeutung des Angelhobbys für Menschen mit Behinderung. In rund 1000 Angelvereinen organisierte Angler, darunter 347 Menschen mit einer körperlichen Schwerbehinderung, wurden in einer schriftlichen Umfrage nach dem beim Angeln erfahrenen Nutzen sowie nach Hemmnissen befragt.
Fazit war, dass das Angeln für Menschen mit Schwerbehinderung eine größere Rolle für die persönliche Weiterentwicklung und die soziale Integration als für Menschen ohne Schwerbehinderung spielt. Die Freizeitbeschäftigung hilft, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen (zum Beispiel im Angelverein) und sich durch die Ausübung der im freien Gelände körperlich anspruchsvollen Tätigkeit selbstständig zu verwirklichen. Der Kontakt mit der Natur mit all seinen Herausforderungen wirkt zudem besonders förderlich für die Steigerung des Selbstbewusstseins. Unabhängig von der Existenz einer körperlichen Schwerbehinderung waren sich aber alle Befragten in ihren Zielfischarten einig: Am liebsten wird auf Karpfen, Hecht und Aal geangelt. Ungenügende Fangmöglichkeiten ärgern alle Angler gleichermaßen.





