Das dicke Ende
Der Winter war dieses Jahr lang und kalt. Das wurde uns spätestens auf Als wieder bewusst
Fjorde und Haffe waren in diesem Winter lange zugefroren.Väterchen Frost hatte die Insel Als voll im Griff und nahm seinen eisigen Mantel nur sehr langsam ab. Erst vor etwa drei Wochen weichte die Eisschicht, denn der Frühling nahm langsam das Zepter in die Hand. Kleinlebewesen, die sich im letzten Frühjahr im seichten Wasser tummelten um die wärmenden Sonnenstrahlen einzufangen, waren weit und breit nicht zu sehen.
Die Ostsee war mit nur 5 Grad Wassertemperatur an der offenen Küste sehr kalt. Wir entschieden uns deshalb in den etwas geschützteren Bereich
en der Fjorde zu angeln. Dort betrug die Wassertemperatur rund 7 Grad. Wegen des etwas geringem Nahrungsangebot im offenen Meer hofften wir, dass einige große Meerforellen in den nahrungsreicheren Fjord geschwommen waren.
Nach knapp einer halben Stunde hatte Kai den ersten Fisch am Haken. Sie konnte der Fliege wohl nicht wiederstehen. Bald lag eine 45 cm große Forelle in den Maschen des Keschers. Für uns war das schon mal ein guter Start und stärkte unsere Hoffnung nach mehr.
Doch die nächsten Tage wurden sehr zäh. Ständig drehte der Wind. Diese Veränderung berwikte häufig, dass wärmeres Wasser der kalten Brühe wich. An diesen Tagen blieben wir Schneider, oder konnten nur kleinere Fische fangen. Mit einem (oder auch zwei) Bierchen brüteten wir abends über der Landkarte. Im Hintergrund tönte der Fernseher, der uns wichtige Hinweise über das Wetter und die Windrichtungen gab.
Endlich kam der Wind konstanter aus einer Richtung. Es war unser vorletzter Tag. Schon nach ein paar Würfen konnte ich sehen wie eine schöne Meerforelle meiner Fliege folgte. Jedoch konnte ich sie nicht zu einem Biss verführen. Dann ging die Post ab! Kai´s Rute krumm. Die Bremse lief. Nach schönem und harten Drill fand der 62 cm grosse Meerforellenmann den Weg in den Kescher. Kai (the catcher) lief in Hochform auf und verwandelte seinen nächsten Wurf in eine 56 cm, silberblanke Meerforelle. Dann packte auch bei mir eine zu. Mit knapp 50cm kein schlechter Fisch. Im gegensatz zu Kai´s stattlichen Exemplaren wirkte er aber etwas schmächtig. Doch dann drehte plötzlich der Wind. Nach kurzer Zeit schlich die kälte wieder durch das Neopren und die Fische wollten auch nicht mehr beißen. Aber naja, wir hatten unseren Spass gehabt.
Am Tag der Abreise angelten wir noch ein paar Stündchen, bevor es wieder entgülltig nach Hause ging. Ich konnte noch paar Miniuten vor der Abreise eine 54 cm grosse Meerforelle fangen. Meerforellenangeln geht halt nicht" wie`s Katze mache", gell.
Die Angelwoche kann man vergleichen wie ein Musikkonzert. "Das Beste kommt zum Schluss und bleibt als schöne Erinnerung im Gedächtnis verankert."
Der "Maddin".
P.S. Weiter Bilder sind in der Galerie zu sehen.





